Wechseljahre@work
Aufklärung für Betroffene, vorgesetzte Personen und Kolleginnen und Kollegen, denn die Wechseljahre betreffen nicht nur Frauen – sie betreffen alle, die mit ihnen arbeiten und leben.
Warum ist Aufklärung zum Thema Wechseljahre so wichtig?
Über Neun Millionen Frauen in Deutschland sind zwischen 40 und 55 Jahren und somit vermutlich in den Wechseljahren. Medizinisch spricht man hier von der Perimenopause bzw. frühen Postmenopause. Viele Frauen leiden in dieser Phase unter schweren Beschwerden (Schlafmangel, Hitzewallung, Hautveränderung, Gelenkschmerzen, Brainfog, Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen, …) und fühlen sich damit alleingelassen.
Obwohl es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten für die Beschwerden gibt, müssen Frauen sich das Wissen darüber meist selbst aneignen. Zudem sind auch Ärzt:innen häufig keine optimalen Berater:innen, da das Thema Wechseljahre im Medizinstudium kaum behandelt wird.
Mit Beginn der Wechseljahre steigt auch ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, Diabetes, Herzkrankheiten und das metabolische Syndrom. Hier gilt es frühzeitig die Weichen für die kommenden Jahrzehnte zu stellen! Deshalb ist es so wichtig zu dem Thema Wechseljahre frühzeitig aufzuklären, denn wir wünschen uns doch alle: starke Knochen, ein gesundes Herz, eine stabile Psyche und mehr Energie im Alltag!
Warum ist das Thema Wechseljahre auch für das Betriebliche Gesundheitsmanagement und die Gleichstellung so wichtig?
Eine von zehn Frauen kündigt ihren Job aufgrund von Wechseljahrsbeschwerden, viele reduzieren ihre Stunden oder lehnen eine Beförderung ab. Dabei können eine offene Kommunikation und kleine Anpassungen im Arbeitsumfeld Großes bewirken.
Viele Frauen gehen unvorbereitet in die Wechseljahre, während auch Arbeitgeber und Vorgesetzte oft die körperlichen und psychischen Herausforderungen, die damit einhergehen, nicht kennen. Dies kann dazu führen, dass Frauen sich weniger leistungsfähig fühlen und ihre Arbeitszeit reduzieren, wodurch Unternehmen nicht mehr die vollen Ressourcen ihrer Mitarbeiterinnen nutzen können. Deshalb brauchen wir mehr Aufklärung für Betroffene, Vorgesetzte und Kolleginnen und Kollegen!